Lettner

 

Foto: Jochen Weber

Der fünfachsige Hallenlettner trägt eine früher dem liturgischen Sängerchor dienende Empore. Seine Ostseite war ursprünglich bis auf zwei Durchgänge geschlossen. 1847 wurde er in zwei Teile zerlegt, die man als Emporen in den Norden- und Südquerarm einbaute. 1939-1940 rekonstruierte das Staatshochbauamt den Lettner in seiner reichen spätgotischen Form, aber ohne Rückwand. Vom originalen, völlig aus Kalkstuck hergestellten Werk übernahm man in die Rekonstruktion nur vier Reliefbürsten an der Brüstung der Ostseite, alles andere musste wegen des schlechten Zustandes des Originals neu geschaffen werden. Auf dem Lettner steht eine um 1500 für das ehemalige Franziskanerkloster (heute Rathaus) geschaffene spätgotische Triumphkreuzgruppe. Der Abtrennung des Hauptchores dient heute ein prächtiges Gitter unter dem Lettner, das noch mit spätgotischen Stilelementen 1569-1570 zur Abschrankung des Friedrichsgrabmals von M. Daniel Vorhave geschmiedet wurde.